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Neue Milchbank verbindet Geschichte Dörrmorsbachs mit Gegenwart

Ortskern: Mittelpunkt des Haibacher Ortsteils aufgewertet - Jungen Mollebuschbaum gepflanzt



Dörrmorsbach hat jetzt eine neue Milchbank: Sie ist neu gebaut worden und erinnert an die Milchsammelstelle. Neu gepflanzt wurde auch ein Mollebuschbaum als Ersatz für den alten Baum als Treffpunkt der Jugend und der Wanderer.



Der Dorfmittelpunkt des Haibacher Ortsteils Dörrmorsbach ist umgestaltet und aufgewertet worden. Am Freitag wurde bei einer kleinen Feier das Areal mit einer neuen Milchbank und einem neuen Mollebuschbaum übergeben.

Zwischen Kirche und Bürgerhaus war schon immer der Mittelpunkt des kleinen Ortes. Hier wird der Maibaum aufgestellt, hier werden Feste gefeiert und am alten Mollebuschbaum treffen sich die Wanderer, bevor es zu den Wanderungen geht. Gegenüber des Mollebuschbaums war früher eine Milchbank, auf der die Bauern die Milch ihrer Kühe bereitstellten, sodass die Molkerei sie abholen konnte. Zeitweise brachten sieben Bauern ihre Milch hierher. Sie stellten die 20-Liter-Kannen auf ein Holzgestell, die Milchbank.

Schon lange gibt es keine Kühe mehr in Dörrmorsbach und das Holzgestell verfiel. Auf Initiative des Dörrmorsbachers Toni Stahl hat der gemeindliche Bauhof nun eine Wand gebaut, die bewusst aus Weißbeton gefertigt wurde: So soll an das Weiß der Milch erinnert werden. Damit der Platz weiter zum Treffen anregt, wurde eine Sitzbank dazu gebaut. Neu gepflanzt wurde auch ein junger Mollebuschbaum. Er soll den alten Baum einmal ersetzen, wenn dieser an sein Ende gekommen ist.

Toni Stahl, der die Idee zusammen mit dem Bauhof der Gemeinde umgesetzt hat, erläuterte, dass auf dem Platz früher ein Futtersilo gestanden habe und dort später ein Parkplatz gewesen sei. Als Treffpunkt der Dörrmorsbacher sei nun der Platz ansprechend gestaltet worden. Die moderne Form verbinde die Geschichte des Ortsteils mit der Gegenwart.

Bürgermeister Andreas Zenglein (CSU) sagte, dass die Umgestaltung 14.600 Euro gekostet habe. Das Geld sei aber gut investiert, der Ortsteil habe eine Aufwertung erfahren. Pfarrer Erich Sauer segnete den Platz als Ort der Begegnung. Wo Menschen sich treffen, sei ein gesegneter Platz, sagte er.

Der Vertreter des Heimat- und Geschichtsvereins bedankte sich bei Toni Stahl für die Idee und beim Bauhof-Team für die Umsetzung. An Vergangenes erinnern und es für die Zukunft bewahren, dürfe nicht alleine die Aufgabe eines Vereins sein. Die Bürger müssten sensibel sein, wertvolle Erinnerungen zu erhalten. Dörrmorsbach habe nun als erstes einen neu gestalteten Dorfplatz. Er könne eine Anregung sein für die anderen Ortsteile.

Robert Fuchs

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