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Besonderer Blick auf Haibachs Geschichte

Neues Buch: Verein hat in Feldblimerchen un Heckeräiserchen Werke von August Albert zusammengetragen

"Feldblimerchen un Heckeräiserchen" hat August Albert seine Geschichten, Ortsbeschreibungen und Festreden genannt, die er Anfang des letzten Jahrhunderts aufgeschrieben hat. Diese Texte hat der Heimat- und Geschichtsverein gesammelt und als Buch zusammengefasst. Die Begabung, das Dorfgeschehen humorvoll, gereimt und erzählt zu Papier zu bringen, machte August Albert zum "Heimatdichter". Als Junggeselle lebte er auf dem Hof seines Bruders und hatte dort Zeit, seine Notizen zu machen.

Peter Völkel vom Heimat- und Geschichtsverein sammelte die Texte und übertrug sie von Alberts Handschrift in Druckschrift. "Die Texte stärkten meine Begeisterung für meine Heimat", erklärte Völkel, warum er sich die Arbeit gemacht hat. Mitglieder der Albert-Familie und Bekannte des Dichters halfen mit, Originalunterlagen zusammenzutragen. Entstanden ist damit ein Werk, in dem sich das Leben der Haibacher zu Beginn des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Rundgang durch den Ort 1935

Das Buch beginnt mit einem Rundgang im Haibach des Jahres 1935, beginnend vom Bessenbacher Weg über die "3 Kreuze", als nur ein Kreuz an den Ritter von Heydebach erinnerte, und weiter durch das ganze alte Dorf. Albert hat das Geschehen in seinem Ort aktiv mitgeprägt. So schrieb er das Gedicht zur Übergabe des Springbrunnens im Jahr 1928, eine Festrede für den Stenografenverein und die Urkunde im Grundstein des Post-Saales.

Ausführlich erzählt er über die Saalöffnungen der Gasthäuser "Grüner Baum" und "Zur Post". Der Besuch eines Fußballspiels zeigt die rauen Sitten am Hohen Kreuz: "Die Hawischer die honn gesiescht, die Fremme hon bahl ihr Schläisch noch gekriescht!" Beeindruckend sind die Texte vom Arbeitsleben. "Mir Fabriksmädchen" beschreibt das Los der Frauen in den Kleiderfabriken.

Die "gute alte Zeit wird lebendig in den Gedichten vom "ouhahmlich Hahmweg" und in der Groteske "Es wäwert", in der die Zeit der ersten Rundfunkempfänger beschrieben wird. Der Bau der ersten Wasserleitung 1930 wird ebenso festgehalten wie die Freude der Menschen zur "Hawischer Kerb". Mit Bildern aus dem Archiv des Vereins wurden die Texte ergänzt, und ein Anhang ordnet die Beschreibungen Alberts in die geschichtliche Entwicklung ein.


Bericht: Robert Fuchs

Bild:

Haibach, 11.11.2021

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